Kabelinstallation in Bussen

28. 09. 2017 von Redaktion

Immer, wenn es um die Innenausstattung inklusive Innenverkabelung von Bussen geht, wird die europaweit gültige Vorschrift „ECE-R 118“ der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa angewendet. Weshalb die verwendeten Materialien bestimmte Vorraussetzungen erfüllen müssen, die die Entstehung von Flammen vermeiden oder zumindest hinauszögern, damit die Fahrzeuginsassen im Falle eins Brandes das Fahrzeug rechtzeitig und sicher verlassen können.

Richtlinien zur Verkabelung in Bussen

Die Vorschrift betrifft im Wesentlichen Busse zur Personenbeförderung mit mehr als acht Sitzplätzen, etwa Schul- und Reisebusse. Die darin verlegten Kabel und Leitungen tragen ausschlaggebend zum Risiko der Brandausbreitung bei. Alleine durch den zunehmenden Datenfluss in Fahrzeugen, den beispielsweise der Verbau von Entertainment-Systemen wie Fernsehern oder Lautsprechern in Fernbussen aber auch schon simple Fahrplan-Informationssysteme verursachen, nimmt deren Wichtigkeit zu.

Prüfverfahren bei Kabeln in Fahrzeugen

Beim Entflammbarkeitstest wird je nach Leiterquerschnitt ein Kabelstück 15 Sekunden (< 2,5 mm²) oder 30 Sekunden (> 2,5 mm²) lang beflammt. Nach Entfernen der Zündflamme, muss der Brand am Kabelmantel innerhalb von 70 Sekunden und spätestens 50 Millimeter vor Erreichen des Kabelendes von alleine verlöschen. So wird sichergestellt, dass sich ein lokaler Brand am Kabelmantel nicht wie eine Zündschnur ausbreitet und weitere Teile des Fahrzeugs in Brand steckt.

Halogenfreie Koaxialkabel sind in der Regel flammwidrig und schützen im Brandfall. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserem Beitrag über Halogenfreie Koaxialkabel und Brandschutz

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